IT-Deutsch – Deutsch-IT

Wörterbuch Informatik - Deutsch; Deutsch - Informatik
27. September 2017

In manchem Projekt wimmelt es schon ab Beginn – pardon Kick-off – von Fremd­wör­tern, Projekt-Slang und anderen gut und wichtig klingenden Worthülsen. Doch wenn das Projekt erst mal so weit gediehen ist, dass man die Mitar­bei­tenden aus der Informatik-Abteilung beizieht, wird es erst richtig lustig. Oder traurig – je nach Blink­winkel.

Waren die Projekt­ziele in den vorigen Phasen noch abstrakt und dementspre­chend wolkig, geht es nun darum, konkrete Funktionen, Abläufe und Inhalte festzu­legen und zu bestimmen. Der Moment ist gekommen, dass sich Mitar­bei­tende aus Fachab­tei­lung und IT-Abteilung zusam­men­setzen und gemeinsam etwas entwi­ckeln sollten.

Doch wo die ersteren natur­ge­mäss die Sprache eines mehr oder weniger infor­ma­tik­lai­en­haften Konsu­menten benutzen, sprechen die letzteren hingegen in Algorhythmen, Daten­con­tai­nern und User-Interfaces.
Missver­ständ­nisse sind vorpro­gram­miert, und damit auch der Frust auf der einen oder anderen Seite (oder gleich beiden).

Dabei kann man nicht mal jemandem einen Vorwurf machen. Denn die Sprachen sind so unter­schied­lich, wie wenn Sie sich an der Bahnhofstrasse mit einem Japaner in dessen Mutter­sprache unter­halten wollten.

Erfahren Sie exklusiv, was wirklich hinter folgenden Sätzen steht:

  • Das Manage­ment meint damit:
    “Wir haben das nun schon X Jahre so gemacht, und es hat sich bewährt.
    Soll sich der Theore­tiker mit den eindrück­lich klingenden Titeln und neumo­di­schen Ideen doch erstmal im Tages­ge­schäft bewähren.”
    • Die IT-Abteilung meint damit:
      Damals hat niemand den geringsten Wert auf eine aussa­ge­kräf­tige Dokumen­ta­tion erstellt.
      Daher haben wir nun keine Ahnung, was genau wo abläuft.“
    • Das Manage­ment meint damit:
      “Das geht doch ganz einfach. Wenn Sie nicht parieren, hole ich meinen Götti­buben, der kann WordPress – im Fall!”
      • Die IT meint damit:
        “Wir zücken einen alten Hut aus der Schub­lade und argumen­tieren so lange, bis wir Sie überzeugt haben, dass der ohne Änderungen für Ihr Anliegen passt.”
      • Das Manage­ment meint damit:
        “Wissen Sie eigent­lich, mit wem Sie reden? Ich zahle Ihren Lohn und Sie bewegen sich auf sehr dünnem Eis…”
        • Die IT-Abteilung meint damit:
          “Was erdreisten Sie sich, etwas besser wissen zu wollen!”
          gefolgt vom ‘Rad nicht neu erfinden’ (siehe oben)
          “Wir zücken einen alten Hut aus der Schub­lade und argumen­tieren so lange, bis wir Sie überzeugt haben, dass der ohne Änderungen für Ihr Anliegen passt.”
        • Das Manage­ment meint damit:
          “Da wir den in sonst keinem Projekt beschäf­tigen können, sind wir froh, wenn Sie sich mal ein paar Stunden mit ihm rumschlagen müssen.”
          • Die IT-Abteilung meint damit:
            Da wir den in sonst keinem Projekt beschäf­tigen können, sind wir froh, wenn der mal ein paar Stunden auf Ihr Projekt­budget läuft.”
          • Das Manage­ment meint damit:
            “Die Pausen­ge­tränke sind viel besser als die laue Plörre aus der Selecta-Maschine.
            Zudem wirken wir dadurch noch viel beschäf­tigter und haben Argumente für die abseh­baren Projekt­ver­zö­ge­rungen.”
            • Die IT-Abteilung meint damit:
              Die Pausen­ge­tränke sind viel besser als die laue Plörre aus der Selecta-Maschine.
              Und das gibt uns Zeit, eine Brücke zum ‘Rad neu erfinden’ (siehe oben) zu schlagen.”
              gefolgt von
              „Wir zücken einen alten Hut aus der Schub­lade und argumen­tieren so lange, bis wir Sie überzeugt haben, dass der ohne Änderungen für Ihr Anliegen passt.“
            • Das Manage­ment meint damit:
              “Ab jetzt kommen nur noch die must-have Ausnah­me­re­ge­lungen.”
              • Die IT-Abteilung meint damit:
                Aber erst in Ansätzen getestet.“
              • Das Manage­ment meint damit:
                “Die Tester von der Fachab­tei­lung weigern sich stand­haft, neben dem Tages­ge­schäft noch an irgend­wel­chen Pseudo-Screens rumzu­spielen.”
                • Die IT-Abteilung meint damit:
                  Die ersten Tests haben soviele Fehler und unerwar­tete Ergeb­nisse erzeugt, dass wir nochmals von vorne beginnen müssen.“
                • Das Manage­ment meint damit:
                  “Vor lauter Tages­ge­schäft fehlt dem Testteam schlicht und einfach die Zeit (und Lust), rumzuprö­beln und immer dieselben Fehler rappor­tieren zu müssen.”
                  • Die IT-Abteilung meint damit:
                    Die wirklich guten Entwickler sind längst anderen Projekten zugeteilt, und von den verblei­benden hat niemand wirklich eine Ahnung, wie man die Fehler korri­gieren könnte.“
                  • Das Manage­ment meint damit:
                    “Wir haben den Glauben verloren, dass Sie das gewünschte Programm jemals noch hinkriegen werden.”
                    • Die IT-Abteilung meint damit:
                      Wir haben definitiv keine Ahnung, wie man das lösen könnte.“
                    Tönt das eine oder andere vertraut?

                    IT-Deutsch – Deutsch-IT

                    Wörterbuch Informatik - Deutsch; Deutsch - Informatik
                    27. September 2017

                    In manchem Projekt wimmelt es schon ab Beginn – pardon Kick-off – von Fremd­wör­tern, Projekt-Slang und anderen gut und wichtig klingenden Worthülsen. Doch wenn das Projekt erst mal so weit gediehen ist, dass man die Mitar­bei­tenden aus der Informatik-Abteilung beizieht, wird es erst richtig lustig. Oder traurig – je nach Blink­winkel.

                    Waren die Projekt­ziele in den vorigen Phasen noch abstrakt und dementspre­chend wolkig, geht es nun darum, konkrete Funktionen, Abläufe und Inhalte festzu­legen und zu bestimmen. Der Moment ist gekommen, dass sich Mitar­bei­tende aus Fachab­tei­lung und IT-Abteilung zusam­men­setzen und gemeinsam etwas entwi­ckeln sollten.

                    Doch wo die ersteren natur­ge­mäss die Sprache eines mehr oder weniger infor­ma­tik­lai­en­haften Konsu­menten benutzen, sprechen die letzteren hingegen in Algorhythmen, Daten­con­tai­nern und User-Interfaces.
                    Missver­ständ­nisse sind vorpro­gram­miert, und damit auch der Frust auf der einen oder anderen Seite (oder gleich beiden).

                    Dabei kann man nicht mal jemandem einen Vorwurf machen. Denn die Sprachen sind so unter­schied­lich, wie wenn Sie sich an der Bahnhofstrasse mit einem Japaner in dessen Mutter­sprache unter­halten wollten.

                    Erfahren Sie exklusiv, was wirklich hinter folgenden Sätzen steht:

                    • Das Manage­ment meint damit:
                      “Wir haben das nun schon X Jahre so gemacht, und es hat sich bewährt.
                      Soll sich der Theore­tiker mit den eindrück­lich klingenden Titeln und neumo­di­schen Ideen doch erstmal im Tages­ge­schäft bewähren.”
                      • Die IT-Abteilung meint damit:
                        Damals hat niemand den geringsten Wert auf eine aussa­ge­kräf­tige Dokumen­ta­tion erstellt.
                        Daher haben wir nun keine Ahnung, was genau wo abläuft.“
                      • Das Manage­ment meint damit:
                        “Das geht doch ganz einfach. Wenn Sie nicht parieren, hole ich meinen Götti­buben, der kann WordPress – im Fall!”
                        • Die IT meint damit:
                          “Wir zücken einen alten Hut aus der Schub­lade und argumen­tieren so lange, bis wir Sie überzeugt haben, dass der ohne Änderungen für Ihr Anliegen passt.”
                        • Das Manage­ment meint damit:
                          “Wissen Sie eigent­lich, mit wem Sie reden? Ich zahle Ihren Lohn und Sie bewegen sich auf sehr dünnem Eis…”
                          • Die IT-Abteilung meint damit:
                            “Was erdreisten Sie sich, etwas besser wissen zu wollen!”
                            gefolgt vom ‘Rad nicht neu erfinden’ (siehe oben)
                            “Wir zücken einen alten Hut aus der Schub­lade und argumen­tieren so lange, bis wir Sie überzeugt haben, dass der ohne Änderungen für Ihr Anliegen passt.”
                          • Das Manage­ment meint damit:
                            “Da wir den in sonst keinem Projekt beschäf­tigen können, sind wir froh, wenn Sie sich mal ein paar Stunden mit ihm rumschlagen müssen.”
                            • Die IT-Abteilung meint damit:
                              Da wir den in sonst keinem Projekt beschäf­tigen können, sind wir froh, wenn der mal ein paar Stunden auf Ihr Projekt­budget läuft.”
                            • Das Manage­ment meint damit:
                              “Die Pausen­ge­tränke sind viel besser als die laue Plörre aus der Selecta-Maschine.
                              Zudem wirken wir dadurch noch viel beschäf­tigter und haben Argumente für die abseh­baren Projekt­ver­zö­ge­rungen.”
                              • Die IT-Abteilung meint damit:
                                Die Pausen­ge­tränke sind viel besser als die laue Plörre aus der Selecta-Maschine.
                                Und das gibt uns Zeit, eine Brücke zum ‘Rad neu erfinden’ (siehe oben) zu schlagen.”
                                gefolgt von
                                „Wir zücken einen alten Hut aus der Schub­lade und argumen­tieren so lange, bis wir Sie überzeugt haben, dass der ohne Änderungen für Ihr Anliegen passt.“
                              • Das Manage­ment meint damit:
                                “Ab jetzt kommen nur noch die must-have Ausnah­me­re­ge­lungen.”
                                • Die IT-Abteilung meint damit:
                                  Aber erst in Ansätzen getestet.“
                                • Das Manage­ment meint damit:
                                  “Die Tester von der Fachab­tei­lung weigern sich stand­haft, neben dem Tages­ge­schäft noch an irgend­wel­chen Pseudo-Screens rumzu­spielen.”
                                  • Die IT-Abteilung meint damit:
                                    Die ersten Tests haben soviele Fehler und unerwar­tete Ergeb­nisse erzeugt, dass wir nochmals von vorne beginnen müssen.“
                                  • Das Manage­ment meint damit:
                                    “Vor lauter Tages­ge­schäft fehlt dem Testteam schlicht und einfach die Zeit (und Lust), rumzuprö­beln und immer dieselben Fehler rappor­tieren zu müssen.”
                                    • Die IT-Abteilung meint damit:
                                      Die wirklich guten Entwickler sind längst anderen Projekten zugeteilt, und von den verblei­benden hat niemand wirklich eine Ahnung, wie man die Fehler korri­gieren könnte.“
                                    • Das Manage­ment meint damit:
                                      “Wir haben den Glauben verloren, dass Sie das gewünschte Programm jemals noch hinkriegen werden.”
                                      • Die IT-Abteilung meint damit:
                                        Wir haben definitiv keine Ahnung, wie man das lösen könnte.“
                                      Tönt das eine oder andere vertraut?
                                      2018-03-30T12:46:42+00:00